K R I T I S C H E R E P L I K A U F D E N B E I T R A G:
Budo, Aggressionsreduktion und psychosoziale Effekte: Faktum oder Fiktion? von Bloem, J. / Moget, P. / Petzold, H. in: Integrative Therapie. Zeitschrift für vergleichende Psychotherapie und Methodenintegration, 30. Jg., Heft 1-2/2004, S.101-149
Jörg-Michael O. Wolters, Stade
Mit dem Themenschwerpunkt des „Integrative Therapie“ -Doppelheftes über „Leibtherapie, Kampfkunst, Lauftherapie – Integrative Modelle“ (Jungfermann Verlag) hat der Herausgeber und „Seniorautor“ zweier umfangreicher Hauptbeiträge darin, Hilarion G. Petzold, wieder einmal das Thema Kampfkunst bzw. Budo als Experte beleuchtet.
Zuerst widmet er sich dem Aspekt der „Budokünste als ‚Weg’ und therapeutisches Mittel in der körper- und bewegungsorientierten Psychotherapie“ (Petzold et al 2004) und schließt an seine schon vor 30 Jahren begründete Tradition an, Budo „als therapeutische und agogische Methodologie“ (ebd., S.25) zu diskutieren.
Anschließend befasst er sich mit dem selben Autorenteam in dem nun hiermit im Folgenden zu behandelnden Beitrag mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand zum Thema. Petzolds 2/3-Anteil des Beitrages ist als „Exkurs zu aggressions-psychologischen und neurobiologischen Perspektiven“ (Bloem et al S. 116ff) zu erkennen, und da hat er dem ganzen Untersuchungsgegenstand Neues und möglicherweise auch Wichtiges hinzugefügt und Forschern wie Praktikern zur weiteren notwendigen Klärung und Vertiefung aufgegeben.
Dabei wird auch immer wieder ausdrücklich der vom Autor dieser vorliegenden Abhandlung (im Folgenden: Verf.) begründeten „Budopädagogik“ als neues erziehungswissenschaftliches Fachgebiet und gleichnamigen berufsqualifizierenden Weiterbildung einiges an Vorschlägen unterbreitet oder als guten Rat mit auf den Weg gegeben, wobei das meiste davon allerdings längst in bewährter Theorie und Praxis der Budopädagogik berücksichtigt ist (vergl. dazu besonders Wolters 2004). Lediglich bei der innovativen Frage, inwieweit der neurobiologische Kontext im Stress- und Aggressionsmanagement budopraktizierender Klienten bzw. budopädagogisch oder -therapeutisch behandelter Zielgruppen grundsätzlich berücksichtigt ist und angeblich werden muß, besteht durchaus noch Klärungsbedarf. Die „größte Bedeutung“, die die Neurobiologie nun für „eine Budopädagogik“ aber haben soll (Bloem et al S.122), wird trotz alledem vom Verf. auch in seiner Funktion als verantwortlicher Ausbildungsleiter nicht so ohne weiteres erkennbar.
Allein der Teil des zu dem ansonsten innovativen Gedankengängen Petzolds auch gar nicht recht passenden Beitrages, der mangels Tiefe und Präzision nur seinen Kollegen zuzuschreiben sein dürfte, nämlich die Darstellung der wissenschaftlichen Evaluationen und Diskussion ihrer Erkenntnisse, ist vergleichsweise banal und zwingt aus mehrfachen Gründen zur Kritik, die hiermit nun auch vorgenommen wird. Denn obwohl diese „metakritische“ Arbeit die bisher vorliegenden Studien zum Thema u.a. ja auch explizit auf ihre wissenschaftlichen Schwächen hin untersucht bzw. zu untersuchen vorgibt, ist sie nun ausgerechnet selber nicht frei von - wie man meinen kann - gar gravierenden Fehlern:
Exemplarisch lässt sich dies an der dem Verf. vertrautesten Studie der insgesamt 21 analysierten aufzeigen (obwohl im Text irrtümlich die Rede von 22 ist; Bloem et al S.103), nämlich der eigenen (Wolters): „Kampfkunst als Therapie. Die sozialpädagogische Relevanz asiatischer Kampfsportarten, aufgezeigt am Beispiel des sporttherapeutischen Shorinji-Ryu Karatedo zum Abbau der Gewaltbereitschaft und Aggressivität bei inhaftierten Jugendlichen“ von 1992 (zugleich Band 1 der 2-bändigen Dissertationsschrift des Verf. an der Universität Lüneburg 1991).
Hier wird gleich in mehrfacher Weise deutlich, dass die Recherchen lückenhaft, wenn nicht gar grob fehlerhaft sind. So wird diese, obwohl weiter hinten ausführlich besprochen und schon vom Titel her offensichtlich, ausgerechnet nicht als 7. Studie unter den angeblich nur 6 namentlich aufgezählt, in denen die untersuchte Population „ausschließlich aus Männern“ besteht (Bloem et al S.103), auch nicht als 5. unter den nur 4 genannten, deren Versuchspersonen mit einer „psychosozialen Problematik“ belastet sind (ebd.) oder als die 2. neben der angeblich nur einen, die sich mit „Aggressionsproblematik“ befasst (ebd.). Das ist aber, weil explizit in zahlreichen Publikationen dokumentiert, unstrittig der Fall. Wieso sie bemerkenswerter Weise dennoch nicht mit ihren empirischen Ergebnissen richtig eingeordnet und aufgeführt wurde, bleibt offen.
Am augenfälligsten sind die häufigen Fehler bei den zahlreichen Namensnennungen, in denen aus „Wolters“ kurzum ein „Wolter“ (ebd. S.109-113) und durch die dauernden Wiederholungen für den Leser offenkundig ein mutmaßlich anderer wird.
Schwerwiegender allerdings ist der Vorwurf, dass die Autoren in ihrer „Tabelle 1“ über die „Studien und Effekte“ (ebd. S.104-109) besagtem „Wolter“ unterstellen, in seiner Studie die „untersuchte Population“ in „Alter:?“ und „Geschlecht: ?“ nicht definiert zu haben (ebd. S.109), was schlichtweg nicht richtig ist. Ebenso wird fälschlicherweise behauptet, das „Design“ wäre „ohne Kontrollgruppe“ gewesen (ebd.). Tatsächlich aber hat es in der Studie gleich zwei Kontrollgruppen gegeben, nämlich 1. die der rein gesprächstherapeutisch behandelten inhaftierten jugendlichen Gewaltstraftäter und 2. die der nicht behandelten jugendlichen inhaftierten Gewaltstraftäter (vergl. Wolters, 1992 S.328ff.) Die Leugnung der Tatsachen in die Richtung, es habe gar keine gegeben, ist geradezu sträflich, verkehrt es die Interpretierbarkeit der Ergebnisse der Untersuchung oder gar die Relevanz derselben in Gänze doch beträchtlich.
Auch bei der „Tabelle 2“ über die „Zuverlässigkeit der Messinstrumente“ (Bloem et al S.111f.) wird falsch angegeben, hinsichtlich der Kategorie „statistisches Auswertungs-verfahren“ habe es „keine Beschreibung (-)“ gegeben. Hier wurde unterschlagen, dass die Studie in der ausführlichen Darlegung des Kapitel IV.2 „Quantitative Untersuchung“ (Wolters, 1992, S.315-331) das pre/post- Testverfahren von FAF (Aggressivitätsfaktoren) und FPI-R (Persönlichkeitsinventar) durch Datenkontrolle per „t-Tests“ und „F-Tests“ (ebd., S.320f) mit Streuungs- und Varianzanalyse und benutzten „p-Werten“ mehr als hinreichend detailliert beschreibt.
Diese statistische Evaluationsmethode hätte also zusätzlich zu den richtigerweise als „zuverlässig“ (Bloem et al S.111) eingestuften Messinstrumenten auch den genannten Einstufungskriterien zufolge nun korrekterweise mit „(++)“ statt „(-)“ gekennzeichnet werden müssen (ebd. S.112). Das rückt ansonsten die Studie samt ihrer Ergebnisse völlig ungerechtfertigt in ein negatives Licht, nur weil hier die Autoren ihren Recherchen und Urteil nicht die erforderliche Sorgfalt zugrunde gelegt haben, um es besser wissen zu können.
Auch bei der Auflistung der „Ergebnisse der Studien“ (ebd. S.112) wurde besagte Untersuchung nur unrichtigerweise auf 2 der 9 Kategorien, nämlich „verminderte Aggression“ und „soziale Orientierung“ bezogen aufgeführt (auch wenn dieses die zentralen Untersuchungsvariablen und erreichten Effekte waren); es fehlt bei rechter Interpretation der Testergebnisse und vorgeschriebenen, ja standardisierten Analyse der gewonnenen, übrigens „sehr bis höchstsignifikanten“ Effizienzdaten des FAF und FPI-R (vergl. Wolters 1992; S.321ff. und auch im hier ausgewerteten Beitrag des Verf. in der ZfStrVo 1994, S.23) die korrekte Einordnung der Ergebnisse auch bei „gesteigerten Durchsetzungsvermögen“, „Verbesserung der Selbstkontrolle“ sowie „Selbstbewusstsein“ (Bloem et al S.113). Das waren durch die verwendeten Messinstrumente im Bereich der quantitativen Forschung die eindeutig nachgewiesenen Effekte der Behandlungsmaßnahme.
Im übrigen fehlt in der Auswertung jeglicher Hinweis auf die (in der Sozialforschung durchaus bedeutsamen und besonders bei Geisteswissenschaftlern bevorzugten) qualitative Untersuchung der Studie (nämlich Befragung der Teilnehmer durch theorie- und hypothesengeleitete leitfadenorientierte, offene Tiefeninterviews), die, in der Sache liegend, einen viel größeren Stellenwert und Raum (vergl. Wolters 1992, S.250 bis 315) eingenommen hat als die nur zusätzlich durchgeführte quantitative Untersuchung (ebd. S.315 bis 331), die die Ergebnisse nur hat untermauern sollen, oder - ggf. eben auch nicht. Beide gleichzeitig und nebeneinander durchgeführten Erhebungsverfahren, qualitatives wie quantitatives, haben die ausnahmslos positiven Effekte belegen können, erstere aber durch Erfahrungsbewertungen und Bedeutungszuschreibungen der untersuchten Probanden zum Forschungsgegenstand („Kampfkunst als Therapie“ bzw. Karatedo gegen Gewalt) nun aber erst der ganzen Evaluation den entscheidenden Erkenntnisgewinn geliefert. Die Unterschlagung dieses (Haupt-)Teils der Studie ist insofern völlig unbegründet und reduziert die Qualität des hier versuchten Unterfangens um Bloem, die zum Thema vorliegenden Untersuchungen und ihre wissenschaftlichen Belege fachlich zu würdigen.
Der größte, entscheidende Fehler in diesem Zusammenhang dürfte nun aber sein, dass das Autorenteam nicht die vorliegende Originalstudie (Diss. an der Universität Lüneburg) oder die diesbezügliche, zugleich international in Frankfurt, Bern, New York, Paris erschienene Buchpublikation (s.o.) von 1992 (oder 20023), sondern irgendeinen der die umfangreiche Studie und ihre Ergebnisse lediglich zusammenfassenden Fachartikel in einer der vielen möglichen Zeitschriften aus dem Jahre 1994 ( und hier - wohl auch nur rein zufällig - der ZfStrVo; siehe Bloem et al S.149) zur Lektüre und Analyse herangezogen zu haben. Das aber war ja nun nicht die Studie (385 Seiten), über die hier gefachsimpelt (und letztlich geurteilt) werden sollte - und wird, sondern lediglich ein kurzer (4-seitiger) Bericht darüber und die Kurzdarstellung der Ergebnisse derselben.
Dabei hätte man durchaus auch daneben noch in knapp 3 Dutzend weiteren diesbezüglichen Fachpublikationen über die Studie (s.u.) recherchieren können, oder zumindest in einigen bedeutsameren Fachbeiträgen (z.B.: besonders Wolters 1990a, 1991, 1991a, 1992a, 1992b, 1993b, 1993c, 1993d, 1993e, 1997b, 1998a) wenn man es ernster hätte nehmen wollen. Man kann von einem wissenschaftlichen Team, dass wissenschaftliche Forschungen beforschen und (re)-zensieren will, erwarten, die Originalstudien zu begutachten und sich nicht mit der Lektüre späterer Zeitschriftenbeiträge (hier auch nur einem von diesbezüglich über 30 möglichen des Verf. zwischen 1992 und 2004) zu begnügen. Gerade Gutachter müssen gut Achtgeben, und Sorgsamkeit ist oberstes Gebot der rechten, der guten Beachtung. Für Budoka, die sich besonders um Achtsamkeit, Präzision und Korrektheit zu schulen bemühen, gilt das natürlich auch, und hier also insbesondere.
Diese und, wie oben nachgewiesen, andere mehrfache Versäumnisse von Bloem und Kollegen allein in Bezug auf nur eines der 21 Untersuchungsobjekte werfen ein schlechtes Bild auf die ansonsten hochspannende und interessante Pionierarbeit. Wenn man anhand dieser exemplarisch nachgewiesenen und anderer offensichtlicher Schwächen und z.T. gravierenden Mängel dieser Metastudie aber nicht ausschließen kann, ja erwarten muß, dass derartige oder ähnliche Wissenschaft widersprechender Ungenauigkeiten und Fehler auch bei der Analyse der anderen 20 begutachteten und ausgewerteten Studien unterlaufen sind, dann relativiert das das Ergebnis des an sich gutgemeinten und normalerweise wichtigen Vorhabens natürlich beträchtlich oder stellt es gar infrage.
Das ist schade, bringt doch die aktuelle Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit dem Budo und seinen Auswirkungen auf Persönlichkeit und Sozialverhalten gegenüber wie zunehmende wissenschaftliche Befassung mit dem Thema dem Ganzen einen Gewinn, der aber auf ernstzunehmende Recherche, Forschung und Publikation angewiesen ist, um Nicht- und Fehlwissen, Vor- und falschen Urteilen, populär- und pseudo-wissenschaftlichen Glorifizierungen oder Hetzkampagnen (a la Goldner) sowie einer in der Tat unübersichtlichen und z.T. schlechten bis schändlichen Budo-Praxis seriös und nachhaltig Paroli zu bieten. Denn, wie wohl auch keiner der Leser oder der Insider bestreiten dürfte: Die Mühe lohnt sich. Und da bin ich mit Petzold und seinem engagierten Bemühen wieder ganz d’accord.
Allerdings empfehle ich eine durchgängig „linientreuere“ Unterscheidung zwischen Kampfkunst/Budo und Kampfsport. So kann mit Argumentationen um „Erfahrungen mit Gewinnen und Verlieren“ (Bloem et al S.129) kaum das ja gar nicht konkurrenzorientierte, rein partnerschaftliche Budo gemeint sein, schon gar nicht kann sich den sprachlichen Lapsus erlauben, von „Budo-Training“ oder „wettkampforientierten Budo-Sport“ zu reden (ebd. S. 131), wie das nur Laien tun, da Budo und Sport eben, worauf an anderer Stelle auch abgehoben wird, unvereinbare Gegensätze sind, ja jede Versportung geradezu eine Pervertierung des originären Budo darstellt. Immerhin ist es doch das zentrale Ergebnis der getätigten Analyse der Studien zum Thema, „dass gerade die ‚traditionelle Form“ (also Budo) die positiven psychosozialen Effekte erzielen kann - ja: „Moderne Varianten“ (also Kampf-Sport-Arten) „bewirken meistens das Gegenteil“; so das Resümee (Bloem et al S.115), da letztere hauptsächlich auf sportive, kompetitive, eben ganz auf physische Gesichtpunkte Wert legen und nicht „auf die meditativ-kontemplative Dimension, Selbstkontrolle, Konfliktvermeidung, Respekt vor anderen, Selbstentfaltung, Katatraining und Philosophie“ und daher als etwas ganz Anderes eben auch andere Effekte erzielen (ebd.).
Insgesamt wurde hier aber dennoch, soweit ich sehe, erstmalig eine breite Untersuchung über den gegenwärtigen Forschungsstand zum Thema unternommen, was natürlich eine Anerkennung verdienende Leistung ist und für die Zukunft die noch offenen oder zu vertiefenden Fragen aufwirft, um die Wirkung von Budo auf den Menschen (und nicht nur im Kontext von Pädagogik und Therapie) richtig zu würdigen. Dabei ist Petzold und seinem langjährigen erkenntnisleitenden Wirken weiterhin die nötige Aufmerksamkeit und Unterstützung zu wünschen, im Bereich der Wissenschaft(en), der therapeutischen und agogischen Praxis und nicht zuletzt auch der sich ja ebenfalls weiterentwickelnden Budoszene.
Bloem, J. / Moget, P. / Petzold, H. (2004): Budo, Aggressionsreduktion und psychosoziale Effekte: Faktum oder Fiktion?; in: Integrative Therapie, 1-2/2004, S.101-149
Wolters, J.-M. (1990): Jugendkriminologische und devianzpädagogische Thesen: Sozialpädagogik in der Jugendstrafrechtspflege; in: Unsere Jugend - Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik, 4/90, S. 173-176
Wolters, J.-M. (1990a): Das Anti-Aggressivitäts-Training zur Behandlung jugendlicher inhaftierter Gewaltstraftäter in der Jugendanstalt Hameln; in: Kriminalpädagogische Praxis, 30/90, S. 26-29
Wolters, J.-M. (1990b): Shorinji-ryu - Das sportpädagogische Standbein des Antagonistentrainings zur gewaltfreien Lebensführung; in: Öffentlicher Tagesanzeiger Vollzug, 7/90, S.6-7
Wolters, J.-M. (1990c): Erlebnis- und sportorientierte Ansätze in der sozialpädagogischen Praxis; in: Soziale Arbeit, 5/90, S. 174-178
Wolters, J.-M. (1991): Aggression und Delinquenz: Ein Spezialpräventives Training für gewalttätige Wiederholungstäter (Koautor: Weidner, J.); in: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 4/91, S. 210-223
Wolters, J.-M. (1991a): Anti-Aggressivitäts-Training für Körperverletzer; in: Der Weg - Zeitschrift für Straffälligenhilfe in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, 1/91, S. 25-27
Wolters, J.-M. (1992): Kampfkunst als Therapie. Die sozialpädagogische Relevanz asiatischer Kampfsportarten, aufgezeigt am Beispiel des sporttherapeutischen Shorinji-ryu-Karatedo zum Abbau der Aggressivität und Gewaltbereitschaft bei inhaftierten Jugendlichen; (Diss.), zgl. Frankfurt, Bern, New York, Paris u.a. (Peter Lang), 1992
Wolters, J.-M. (1992a): Shorinji-Ryu - Sportpraktisches Soziales Lernen zum Abbau der Gewaltbereitschaft. Eine Behandlungsmaßnahme für Körperverletzer im Jugendvollzug; in: Soziale Arbeit, 7/92, S. 335-338
Wolters, J.-M. (1992b): Kampfkunst als Therapie - Ein sporttherapeutisches Anti-Aggressivitäts-Training im Jugendstrafvollzug; in: Nickolai, W. / Rieder, H. / Walter, J. (Hrsg.): Sport im Strafvollzug. Pädagogische und therapeutische Modelle; Freiburg i. B. (Lambertus), 1992, S. 23-31
Wolters, J.-M. (1993): Sporttherapie mit gewalttätigen Jugendlichen; in: Sozialmagazin, 2/93, S. 40-48
Wolters, J.-M. (1993a): Über Karatedo und Gewaltbereitschaft; in: Liebrecht, E. (Hrsg.): Geist-Technik-Körper. Schriften zu den Hintergründen der Budo-Künste, Band II, Landau (Universitätsverlag), 1993, S. 65-74
Wolters, J.-M. (1993b): Karatedo als Therapie. Über ein sporttherapeutisches Anti-Aggressivitäts-Training für Gewalttäter im Jugendstrafvollzug; in: Liebrecht, E. (Hrsg.): Geist-Technik-Körper. Schriften zu den Hintergründen der Budo-Künste, Band II, Landau (Universitätsverlag), 1993, S. 95-121
Wolters, J.-M. (1993c): Sozialpädagogische Behandlung jugendlicher Gewalttäter: Das Modell des praxisorientierten Antiaggressivitätstrainings im Strafvollzug; in: Bewährungshilfe, 3/93, S. 317-327
Wolters, J.-M. (1993d): Sozialpädagogische Behandlung jugendlicher Gewalttäter; in: Elbing, W. (Hrsg): Jugendstrafvollzug zwischen Erziehen und Strafe. Pädagogische Ansätze - Konzepte - Perspektiven; Saarbrücken, 1993, S. 56-73
Wolters, J.-M. (1993e): Sozialpädagogisches Modellprojekt zur Behandlung inhaftierter Gewaltstraftäter im Jugendstrafvollzug: Das praxisorientierte Anti-Aggressivitäts-Training; in: Kriminologisches Bulletin, 2/93, S. 55-73
Wolters, J.-M. (1994): Modelle der Behandlung von Gewalttätern im Jugendstrafvollzug: Darstellung der Theorie und Praxis eines sporttherapeutischen Anti-Gewalt-Trainings; in: Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe, 2/94, S. 20-24
Wolters, J.-M. (1994a): Erlebnisorientierter Sport mit gewalttätigen Jugendlichen; in: Zeitschrift für Erlebnispädagogik, 9/94, S. 47-57
Wolters, J.-M. (1997): Kampfkunst als Therapie; Lüneburg, Stade, Hamburg, 1997
Wolters, J.-M. (1997a): Sozialpädagogik in der Jugendpsychiatrie. Abschlußbericht über die sozialpädagogisch besonders ausgestaltete Heranwachsenden-Station 3D der NFKJP Lüneburg; Niedersächsische Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Lüneburg, Typoskript, 12/97
Wolters, J.-M. (1997b): Kampfkunst als Therapie - Ein sporttherapeutisches Anti-Aggressivitäts-Training im Jugendstrafvollzug; in: Weidner, J. / Kilb, R. / Kreft, D. (Hrsg.): Gewalt im Griff. Neue Formen des Anti-Aggressivitäts-Trainings; Weinheim, Basel (Beltz), 1997, S. 215-223
Wolters, J.-M. (1998): Praktisches Anti-Aggressivitäts-Training. Mit Budo zum „Friedvollen Krieger“; in: Soziale Arbeit, 4/98, S. 128-134
Wolters, J.-M. (1998a): Erlebnis - Erfahrung - Erkenntnis: „Körper-Seele-Geist“ -Therapie für Schläger; in: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 4/98, S. 130-139
Wolters, J.-M. (1998a): Friedvolle Krieger. Kurse für Gewalttäter. Das praktische Anti-Aggressivitäts-Training im Hamburger Jugendstrafvollzug; in: Sozialmagazin, 6/98, S. 48-56
Wolters, J.-M. (1998c): Therapie für Schläger. Oder: Kampfkunst-Weg zum friedvollen Krieger; in: Institut für Jugendarbeit Gauting (Hrsg.): Fit für die Risikogesellschaft ? Körperorientierte Ansätze in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Gautinger Protokolle 31; Gauting, 1998, S. 11-21
Wolters, J.-M. (1998d): Das Therapeutische Intensivprogramm gegen Gewalt und Aggression. Neue Wege im Hamburger Jugendvollzug; in: DVJJ-Journal, Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, 4/98, S. 361
Wolters, J.-M. (1998e): TIGA - Das Therapeutische Intensivprogramm gegen Gewalt und Aggression. Neue Wege der Behandlung von Gewalttätern im Hamburger Jugendvollzug; in: Kriminalpädagogische Praxis 38, 1+2/98, S.19-28
Wolters, J.-M. (1999): Kampfkunst in der Kinder- und Jugendpsychiatrie - Das ungewöhnliche Normale für die normalen Abweichler; in: Becker, P. / Koch, J. (Hrsg.): Was ist normal? Normalitätskonstruktionen in Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie; Weinheim und München (Juventa), 1999, S. 173-180
Wolters, J.-M. (2000): Soziale Sporttherapie; in: Stimmer, F. (Hrsg.): Lexikon der Sozialpädagogik und Sozialarbeit; München, 2000, S. 650-654
Wolters, J.-M. (2000a): Kampfkunst als Therapie - Ein sporttherapeutisches Anti-Aggressivitäts-Training im Jugendstrafvollzug; in: Weidner, J. / Kilb, R. / Kreft, D. (Hrsg.): Gewalt im Griff. Band 1: Neue Formen des Anti-Aggressivitäts-Trainings; Weinheim, Basel (Beltz), 2 2000, S. 215-223
Wolters, J.-M. (2001): Budo in Pädagogik und Therapie; in: Jugendhof Vlotho (Hrsg.): Praxis Konkret: Kampfkunst - Heilkunst - Kunst der Erziehung; 2001, S. 41-53
Wolters, J.-M. (2001a): Konfrontative Sozialpädagogik - Streitschrift für das Umdenken in Jugendhilfe, Jugendstrafvollzug und Jugendpsychiatrie; in: Sozialmagazin - Die Zeitschrift für Soziale Arbeit, 5/2001, S.27-33
Wolters, J.-M. (2001b): Kampfkunst für Jungen. „Friedvolle Krieger“ -Kurse als budopädagogische Antwort auf jungentypische Gewaltbereitschaft; in: Das Baugerüst – für Jugend- und Bildungsarbeit, 3/2001, S. 88-92
Wolters, J.-M. (2003): Rangeln, Raufen & Ringen - Vom sozialpädagogischen Wert kindlichen Kämpfens; in: Unsere Jugend, 5/2003, S. 195-201
Wolters, J.-M. (2004): Budo-Pädagogik: Von der Kampfkunst, ihrer erzieherischen Bedeutung und der Professionalisierung einer neuen Methode; in: Neumann, U. / von Saldern, M. u.a. (Hrsg.): Der friedliche Krieger. Budo als Methode der Gewaltprävention; Marburg, 2004 (Schüren), S.100-119
Wolters, J.-M. (2004a): Konfrontative Pädagogik: Verstehen allein genügt nicht....; in: Weidner, J. / Kilb, R. (Hrsg.): Konfrontative Pädagogik. Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung; Wiesbaden 2004 (VS-Verlag für Sozialwissenschaften), S.109-224
Wolters, J.-M. (2005): Das Nichtkampf-Prinzip; in: Lenz, R.: Das Nichtkampf-Prinzip. Konfliktbewältigung, De-Eskalation, Selbstverteidigung; Lengerich 2005, S. 13-14
Petzold, H. / Bloem, J, / Moget, P. (2004): Budokünste als “Weg” und therapeutiscvhes Mittel in der körper- und bewegungsorientierten Psychotherapie, Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung – transversale und integrative Perspektiven; in: Integrative Therapie, 1-2/2004, S.24-100
Dr. Jörg-Michael Wolters
Institut für Budopädagogik
Stade, 2005