Rezensionen, Buchkritiken, Stellungnahmen, Kommentare

zur STUDIE:

Kampfkunst als Therapie.
Die sozialpädagogische Relevanz asiatischer Kampfsportarten.
Aufgezeigt am Beispiel des sporttherapeutischen „Shorinji-Ryu“(-Karatedo)
zum Abbau von Gewaltbereitschaft und Aggressivität bei inhaftierten Jugendlichen

Wolters, Jörg-Michael 1. Auflage: Peter Lang Verlag, Frankfurt a.M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien, 1992. 385 Seiten.
2. Auflage 1997 und aktuelle 4. Auflage im DAO-Selbstverlag, Stade /Hamburg 2004. 400 Seiten.


"Eine derartige Arbeit über Karatedo gab es noch nie (...). Wie viel Herz, Schweiß und Kompetenz steckt darin ! Das Niveau dieses Werkes über Kampfkunst allgemein und Karate speziell ist nicht mehr vergleichbar mit dem, was man sonst lesen kann. Es ist sein wunderbarer Verdienst, das Verständnis des Karatedo radikal anzuheben."

Helmut Queckenstedt, Shihan, ZenKarate Soke, Hannover

"Nach der schnell vergriffenen Erstauflage der erziehungswissenschaftlichen Studie über das Wesen und die Auswirkung von Budo auf das Sozialverhalten und die Persönlichkeit der Ausübenden, zuerst 1992 erschienen im Peter Lang Verlag, wird der Autor mit einer neuen Auflage der wachsenden Nachfrage nach fundierter Fachliteratur zum Thema gerecht. Immerhin kann die Arbeit von Wolters als richtungsweisende Grundlage der erst anschließend recht in Gang gekommenen Erforschung der pädagogisch und psychologisch relevanten Zusammenhänge von Kampfsport/Kampfkunst oder Budo und Aggressivität gelten. Kaum eine der nachfolgenden Untersuchungen, die nicht auf Wolters' Abhandlung basieren oder sich nicht auf die empirischen Erkenntnisse seines durch Erfolg beeindruckenden Ansatzes "Kampfkunst als Therapie" für Gewalttäter beziehen.

Da das Wesen und die positive Bedeutung des Budo exemplarisch vor allem am traditionellen Karate-Do aufgearbeitet wird, ist das Buch besonders für Karateka interessant, die mehr über das erfahren wollen, was den Karate-Sport zu einer Kampf-"Kunst" macht. Dies gilt für alle Budosysteme gleichermaßen. Hier weist Wolters sein umfassendes Expertenwissen als Forscher und auch als Praktiker nach. Letztlich ist die nachvollziehbar herausgearbeitete Erkenntnis die, daß nicht der Stil, nicht die Technik entscheidend ist, sondern die "innere Haltung" des Praktizierenden.

Das Buch liefert auch für Nicht-Budoka oder Kenner fernöstlicher Bewegungs-, Denk- und Lebenskultur wichtige Informationen. Pädagogen, Psychologen, insbesondere Sozialarbeiter und -pädagogen, die mit jugendlichen Randgruppen arbeiten und auf der Suche nach brauchbaren Konzepten des Umgangs mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen sind, finden hier ein erfolgreiches erlebnispädagogisches und sporttherapeutisches Modell, die Gewalt in den Griff zu kriegen. Kampfkunst kann zum attraktiven Lern- und Übungsfeld friedvollen Verhaltens werden, wenn die Angebote die in der Lektüre vorgegebenen Grundzüge berücksichtigen. Die zunehmenden Praxisprojekte bestätigen dies."

"Fachbuch-Besprechungen und Tips" in: DAO 1999

" Der Verfasser der vorliegenden Studie macht seit einiger Zeit auf eine asiatische Behandlungsmaßnahme zum Abbau der Gewaltbereitschaft und Aggression jugendlicher Straftäter aufmerksam. Er hat diese Methode in der Jugendanstalt Hameln praktisch erprobt und empirisch überprüft.

Der monographischen Darstellung des Konzepts, seiner praktischen Verwirklichung und einschlägiger Forschungsergebnisse sind zahlreiche Veröffentlichungen von Wolters über dieses Thema vorausgegangen. Das ist allein schon an den entsprechenden Angaben (S. 383 f.) in dem ausführlichen, nahezu 50 Seiten (!) umfassenden Literaturverzeichnis abzulesen. Wolters hat darüber hinaus noch in weiteren Beiträgen über seine Arbeit, ihre theoretischen Grundlagen und empirischen Resultate berichtet (z.B. „Shorinji-Ryu“: Sportpraktisches soziales Lernen zum Abbau der Gewaltbereitschaft. Eine Behandlungsmaßnahme für Körperverletzer im Jugendvollzug, in: Soziale Arbeit 41/1992, S. 235-238). Dies ist auch in der ZfStrVo geschehen (Modelle der Behandlung von Gewalttätern im Jugendstrafvollzug: Darstellung der Theorie und Praxis eines sporttherapeutischen Anti-Gewalt- Trainings, in: ZfStrVo 43/1994, S. 20-24). Die Einführung und praktische Erprobung der sporttherapeutischen Behandlungsmethode fußt auf der praktischen Erfahrung, daß ein ausschließlich gesprächsorientiertes Anti-Gewalt-Training mangels Realitätsbezugs von den beteiligten Jugendlichen selbst als unzureichend erlebt und empfunden wird. Vielmehr verlangt es sie nach unmittelbarer Umsetzung, körperlicher Betätigung. Solchen Bedürfnissen kommen erlebnisorientierte Kampfsportarten entgegen, die nicht nur die geistig-seelische Verarbeitung von Aggressivität ermöglichen, sondern auf Grund ihrer Übungen auch dem Körper zu seinem Recht verhelfen.

Dabei sind wenigstens zwei Aspekte für die von Wolters theoretisch reflektierten, praktizierten und empirisch kontrollierten asiatischen Kampfkünste zentral: die Einsicht, daß es nicht um den Sieg über den Gegner, sondern über sich selbst geht, also um Selbstbeherrschung, und die Forderung, den Partner im Sinne echter Fairneß zu achten. Der andere bildet - auch angesichts der Vermeidung von Körperkontakt - keinen Gegner, den es zu bezwingen gilt, sondern letztlich einen Trainingspartner, der aggressive Neigungen überwinden hilft. All dies kommt etwa in dem von Wolters zitierten Satz zum Ausdruck: „Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters der Kämpfer.“ Es liegt auf der Hand, daß das Bemühen, gewalttätige Jugendliche im Wege der Kampfkunst zu friedfertigen Menschen „erziehen“ zu wollen, auf Befremden stößt. Aber solche kritischen Einstellungen sind zum einen wohl auf mangelnde Vertrautheit mit jenen asiatischen Kampfsportarten, zum anderen aber auch auf das weitgehende Fehlen praktischer Erfahrungen im Umgang mit ihnen zurückzuführen. Vielleicht spielen insoweit auch alte Vorbehalte eine Rolle, die sich aus Unterschieden hinsichtlich der europäischen und fernöstlichen Mentalität speisen. Wolters, der von Hause aus Diplom-Sozialpädagoge ist, hatte damit schon deshalb keine Probleme, weil er sich offenbar schon seit längerer Zeit intensiv mit den Traditionen Asiens, vor allem der dortigen Bewegungskultur, beschäftigt hat. Er kann aber auch auf die durchaus positiven Ergebnisse seiner empirischen Begleitforschung verweisen, die den Abbau der Gewaltbereitschaft und Aggressivität der Probanden erkennen lassen.

Die ausführliche Darstellung des Konzepts, seiner Anwendung und Überprüfung ist in vier Teile gegliedert: Zunächst erörtert Wolters das Verhältnis von Sport und Sozialpädagogik. Zur Sprache kommen in diesem Zusammenhang Ziele und Bedeutungsgehalte sozialen Lernens, der Erlebnis- und der Alternativpädagogik sowie die Probleme, die sich mit therapeutischem Verständnis des Sports verbinden. Nach dieser grundsätzlichen sozialpädagogischen Einführung stellt Wolters die Theorie und Praxis asiatischer Kampfkünste dar. Die Einflüsse des Yoga (Indien), des Tao (China) und des Zen (Japan) werden skizziert, die pädagogische Zielsetzung der dortigen Kampfsportarten herausgearbeitet. Darüber hinaus wird über erste Erfahrungen mit solchen Projekten berichtet. So wurden in der Gymnasialen Oberstufe in Bremen Grundkurse in Taekwondo (als Schulsport) angeboten. Der Verfasser selbst leitete im Rahmen eines Lüneburger Betreuungsprojekts von 1987 bis 1989 eine Karate-Do-Gruppe unter dem Motto „Karate statt Knast“. Die einschlägigen Erfahrungen ermutigten ihn denn auch dazu, in Hameln ein Anti-Aggressivitäts-Training - freilich zuerst in Form einer Gesprächsgruppe - zu praktizieren. Im dritten Teil seiner Studie stellt Wolters die Handhabung und das Konzept des Shorinji-Ryu im einzelnen dar. Eingeleitet wird die Beschreibung durch Informationen über den Jugendvollzug in Hameln, die namentlich den Sport und die Entstehungsgeschichte des Anti-Gewalt-Trainings in jener Anstalt betreffen. Bereits die Aktivitäten der Gesprächsgruppe, die gleichsam die Vorläuferin des Trainings bildete, wurde einer Effektivitätskontrolle unterzogen. Die kritische Würdigung der Ergebnisse leitet dann über zur Schilderung des „Shorinji-Ryu als praktisches Anti- Aggressivitäts-Training“ (S. 184 ff.). Danach beruhen die sport- therapeutischen Inhalte dieser Kampfsportmethode auf einem ganzheitlichen, Körper, Seele und Geist integrierenden Ansatz. Die Übungen sind (physisch) auf Körperbeherrschung, (sozial) auf Situationsbeherrschung und (mental) auf Selbstbeherrschung ausgerichtet. Motorische Aktivitäten werden in den Dienst partnerschaftlichen Umgangs mit dem anderen gestellt. „Meditative Versenkung (Za-Zen) und die Reflexion der Erfahrungen und Erlebnisse (Intraaktion) sollen über die Vermittlung von Methoden der Beruhigung und der Erlangung innerer Ausgeglichenheit hinaus die, Verinnerlichung’ moralisch-ethischer Grundsätze fördern.“ (S. 200) Die sozialen Bewegungs- und Zweikampfspiele bestehen in bestimmten Stellungen, Arm- und Beintechniken sowie Bewegungsabläufen, die Wolters bildlich veranschaulicht.

Die von ihm durchgeführte Effizienzkontrolle setzte sich aus einer qualitativen und einer quantitativen Untersuchung zusammen. Wolters hat beide Verfahren miteinander kombiniert, um dadurch aussagekräftigere Ergebnisse zu erreichen. Das qualitative Vorgehen bestand in Interviews, die er nach Maßgabe eines Leitfadens mit 14 Teilnehmern des Trainings geführt hat. Die erfragten neun Kategorien betrafen: allgemeine Verhaltensänderungen, Veränderungen im interaktiven Bezug (Friedfertigkeit), Veränderungen im Selbstwertgefühl (Körper und Geist), Image- und Statusveränderungen, Änderungen im Rollen- bzw. Sexual- verhalten, kulturelles Interesse, realistische Zukunftshoffnungen, Sportmotivation und Aggressivitätskontrolle (S. 257). Die - recht aufschlußreichen - Antworten der Befragten sind in Form von Zitaten wiedergegeben (S. 264-292). Die quantitative Erhebung war testpsychologischer Natur. Sie wurde vor und nach der Teilnahme am Training durchgeführt, um etwaige Veränderungen ermitteln zu können. Verwendet wurden dabei Fragebögen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren (FAF) und das Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R). Mit dem FPI-R wurden folgende Tendenzen gemessen: Lebenszufriedenheit, soziale Orientierung, Leistungsorientierung, Gehemmtheit, Erregbarkeit, Aggressivität, Beanspruchung, körperliche Beschwerden, Gesundheitssorgen, Offenheit, Extraversion, Emotionalität. Mit dem FAF-Test wurden erfaßt: spontane Aggression, reaktive Aggression, Erregbarkeit, Selbstaggression, Aggressionshemmung und Offenheit.

Die Ergebnisse der Tests verbucht Wolters als Erfolg des Trainings. Denn ihnen läßt sich entnehmen, "daß die Jugendlichen durch die Teilnahme an der Behandlungsmaßnahme vor allem als weniger aggressiv, kontrollierter, zurückhaltender, sozial verantwortlicher, hilfsbereiter, mitmenschlicher, selbstsicherer, Kontaktbereiter, normorientierter, emotional stabiler, gelassener und auch psychosomatisch weniger gestört einzustufen sind“ (S. 327). Dabei ist Wolters in seiner abschließenden Betrachtung selbstkritisch genug, zwei Aspekte mitzubedenken. Zum einen bleibt offen, welchen Anteil die Beziehung der Teilnehmer zum Trainer, also etwaige persönliche Bindungen, am Erfolg haben. Zum anderen sagen solche positiven Ergebnisse noch nichts darüber aus, wie sich die festgestellten Veränderungen auf das spätere strafrechtslegale Verhalten der Jugendlichen auswirken.

In jedem Fall aber verdient das Bemühen Wolters, asiatische „Kampfkunst als Therapie“ im deutschen Jugendvollzug einzuführen, zu praktizieren und empirisch zu überprüfen, Anerkennung und Unterstützung. Damit ist ein hoffnungsvoller Schritt unternommen worden, neue Formen der Behandlung mit und an einer Tätergruppe zu erproben, die mit traditionellen Methoden nur schwer zu erreichen ist."

Prof. Dr. jur. Heinz Müller-Dietz in: Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe (ZfStrVo), Heft 6, 12/95, S. 382-383

"Die Arbeit von Dr. Wolters hat mehrfachen Pioniercharakter.

Das Konzept ist eine sportmethodisch beachtliche Leistung.

Der Verfasser beweist seine praktische Expertenschaft überzeugend.

Die imponierenden Ergebnisse belegen eindeutig die Wirksamkeit des Shorinji-Ryu zum Abbau der Aggressivität und Gewaltbereitschaft. Für die besondere Qualität sprechen nicht nur die Thesen, die Kernsätze des Programms, die Ergebnisse: Die Verarbeitung der Literatur, die sportwissenschaftlich, sozialpädagogisch, kriminologisch verbundene Diskussion, auch die Fülle der Kampfkunst-Literatur, welche trefflich verarbeitet wurde.

Es entstand vor allem durch die wissenschaftlich-kritische Denkweise des Verfassers (...) eine runde Arbeit von hoher Qualität, Originalität und Aufforderungscharakter für Entscheidungsträger. Denn es gelang dem Verfasser überzeugend, die sozialpädagogische Relevanz seines Konzeptes zu verdeutlichen. "

Prof. Dr. Hermann Rieder, Universität Heidelberg, Institut für Sport und Sportwissenschaften

"Der Publikation von Dr. Wolters ist eine möglichst weite Verbreitung zu wünschen; nicht nur, um Vorurteile gegen die Kampfkünste abzubauen, sondern vor allem auch, um immer mehr Lehrern der Kampfkünste Mut zu machen, in diesem Sinne zu arbeiten."

Albrecht Pflüger, 6.Dan, Leonberg

"Es wird überzeugend begründet , wie man Sport als geeignetes und wichtiges Medium zur Resozialisierung einsetzen kann (....) und es läßt sich nachvollziehen, daß Shorinji-Ryu-Karatedo als sporttherapeutisches Konzept zum Abbau der Gewaltbereitschaft und Aggressivität im Strafvollzug effektiv ist.

Die Arbeit von Dr. Wolters hat hier entscheidende Schrittmacherdienste geleistet.

Sein theoretisch wohl begründeter und praktisch durchgeführter sportpädagogischer Behandlungsansatz verdient weiterhin Beachtung im Strafvollzug und sollte unbedingt fortgeführt werden."

Prof. Dr. jur. Dieter Rössner, Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

"Mit dieser empirischen Untersuchung (...) erbringen Sie eindeutig und zweifelsfrei den Beweis der sozialpädagogischen Relevanz Ihres Shorinji-Ryu-Stils (...).

Eindrucksvoll stellen Sie die Mehrdimensionalität des Karate-Do dar, in dem Sie sowohl Beispiele aus der Dojo-Praxis aufgreifen und in auch für Fachfremde überzeugender Diktion fesselnd beschreiben, als auch übergeordnete, dem Budo jedoch untrennbar verbundene Inhalte (...) explizit thematisieren.

Ihre Dokumentation wird dadurch zu einer nicht nur für an fernöstlichen Kampfkünsten Interessierte (...) aufschlussreichen und wichtigen Arbeit (...).

Vor allem überzeugt die Studie durch eine seriöse, ausgewogene, sachliche (....) Beweisführung."

DEUTSCHER KARATEVERBAND (DKV)

"Bei der Diskussion um Behandlungsansätze für die wohl schwierigste Zielgruppe junger Straftäter wird man sowohl in der theoretischen wie praktischen Diskussion die Arbeit von Dr. Wolters zu berücksichtigen haben.

Bleibt zu hoffen, daß der von Dr. Wolters entwickelte Ansatz "Kampfkunst als Therapie" auch für übrige Bereiche des Jugendstrafrechts und der Jugendhilfe erschlossen wird."

Prof. Dr. Herbert Colla, Universität Lüneburg, Institut für Sozialpädagogik

"I am very appriciate to hear that you are getting Budo into Therapy and Sciences succesfully. (...)

I really expect you to continue your work succesfully"

JAPAN KARATE ASSOCIATION (JKA), Testuhiko Asai, Shuseki Shihan, Japan

"Wolters weist in seinem Buch sehr differenziert nach, daß das scheinbare Paradoxon "Karate als Friedenstraining" in Wirklichkeit ein organischer Zusammenhang ist.

Es gelingt ihm, deutlich zu machen, warum gerade diese "Therapie" bei dieser schwierigen Zielgruppe der Gewalttäter ankommt (...) und überzeugt nicht zuletzt auch durch die (...) empirische Effizienzüberprüfung.

(...) sollte auch dazu führen, diesen Ansatz in der ambulanten Straffälligenhilfe zu nutzen (...), in der sozialen Gruppenarbeit (...) oder als eigenständiges Angebot in der Jugendgerichtshilfe (....) und Bewährungshilfe. (...) eine echte Alternative zur stationären Unterbringung, die allen, Tätern, Opfern und Gesellschaft eine Hilfe wäre."

Werner Nickolai, Kath. Fachhochschule Freiburg

Ü b r i g e n s !

In der Synopse der bisherigen Anti-Aggressivitäts-Trainings weist auch die neueste diesbezügliche wissenschaftliche Studie von S. Schanzenbächer ("Anti-Aggressivitäts-Training auf dem Prüfstand", Centaurus-Verlag, Herbolzheim 2003) diesem sporttherapeutischen "Kampfkunst als Therapie"- Ansatz die besten aller erzielten Ergebnisse nach, in Kürze nämlich dergestalt,

...dass bei WOLTERS die positiven Effekte deutlicher ausgeprägt sind als dies bei den anderen rein gesprächsorientierten Trainings der Fall ist.

"Die Testpersonen haben bei Wolters den höchsten Einstiegswert. Hier ist auch der Differenzwert zwischen Pre- und Postmittelwert * am größten."

* also Aggressivität am Anfang (Pre) und Ende der Therapie (Post) und mit der Differenz die Effektivität der Maßnahme

Dr. Stefan Schanzenbächer, (a.a.O., S. 266f)